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Die
Islamkonferenz, ein Projekt, das zur Stärkung des politischen Islams
führt
Die zweite Runde der
Islamskonferenz findet am 8. und 9. November in Nürnberg statt. Diese
Konferenzen sind vom Innenminister Schäuble ins Leben gerufen worden und
auf drei Jahre angelegt um angeblich die Probleme und Fragen im
Zusammenhang mit den „Muslimen“ in Deutschland zu lösen.
Die deutsche Regierung hatte
sich in den letzten Jahren (und Jahrzehnten) für eine enge
Zusammenarbeit mit den islamischen Organisationen eingesetzt und sie mit
allen Mitteln – etwa für den Bau von Moscheen und Koranschulen -
unterstützt. Dies führte zu einer Stärkung des politischen Islams in
Deutschland, das bedeutet für die Frauen aus den islamischen Familien
mehr Einschränkungen im gesellschaftlichen Leben und ebenso bewirkt
dies eine Entfremdung der Immigranten aus islamisch geprägten Ländern
und fördert weiter die Segmentierung der Gesellschaft. Weitere Folgen
sind die Zwangsverschleierung von Frauen und Mädchen, die steigende Zahl
der Ehrenmorde und die Morddrohungen gegen viele Schriftsteller,
Künstler, Anwälte und Kritiker.
Man fragt sich, was die wahren
Hintergründe für solche Veranstaltungen sein können. Sind
Bundesregierung und Herr Schäuble daran interessiert, die Ursachen der
Ehrenmorde, deren Statistik erschütternd ist, herauszufinden und zu
beseitigen? Werden sie sich für ein Kopftuchverbot für Mädchen und die
Verteidigung säkularer Grundsätze einsetzen?
Für die deutsche Regierung
sind alle, die aus Ländern mit dem Islam als Staatsreligion stammen,
ohne jegliches Bedenken Muslime, so etwa auch die über Hunderttausend
Iraner, die vor der Hölle der islamischen Herrschaft nach Deutschland
flüchten mussten. Mit der pauschalen Bezeichnung von 3 Millionen
Menschen als „muslimische Bevölkerung“
wird impliziert, dass die
Zwangsheirat, die Rechtlosigkeit der Frauen, Gewalt gegen Frauen,
Zwangsverschleierung, Ehrenmorde, Beschneidung der Mädchen, reaktionäre
Sitten und viele andere Arten der Unterdrückung für diese Menschen
kulturell bedingt akzeptabel und sogar erwünscht seien. Das wird dann
zur Grundlage für Privilegierung von islamischen Strömungen. Zugleich
sollen die „islamistischen Einflüsse“ eingedämmt werden. Dazu soll auch
die Islamkonferenz mit islamischen Dachverbänden dienen. Durch eine
staatliche Unterstützung wird ein Teil des politischen Islams also
beschwichtigt. Diese Politik hatte die Stärkung des politischen Islams
zur Folge.
Die Bekämpfung des politischen
Islams, die Verteidigung der zivilen Rechte, des Säkularismus und der
Rechte der Kinder in islamischen Familien sind gemeinsame Aufgabe der
freiheitsliebenden Menschen.
Die Arbeiterkommunistische
Partei Irans verurteilt jede Unterstützung des politischen Islams und
unterstützt alle, die sich für eine säkulare Gesellschaft und für
Meinungsfreiheit einsetzen. Daher stellen wir folgende dringende
Forderungen auf:
- Keine staatliche Hilfe
für islamische/religiöse Organisationen und Institutionen
-
Bekämpfung der Ghettoisierung
-
Verbot
der Strafmilderung wegen religiöser Zugehörigkeit
-
Durchführung besonderer Projekte für den Schutz bedrohter Frauen und
Kinder aus islamischen Familien
-
Die
sofortige Asylanerkennung für Frauen aus islamisch dominierten Ländern
-
Verbot
des Kopftuches für Kinder
-
Verbot
des Religionsunterrichts für Kinder.
Wir bitten um die
Unterstützung aller Freidenker, Frauenrechtler, Kinderrechtler,
Sozialisten und Antirassisten, um für die Durchsetzung dieser
Forderungen mehr Druck zu erzeugen.
Deutschlandorganisation der
Arbeiterkommunistischen Partei Irans
01.11.2006
Kundgebung:
am 9. November um 11
Uhr
Nürnberg,
gegenüber BAMF, Frankenstr. 210
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